Vita Andreas Juergens – Wo die Schatten leuchten.
Ein Lichtkünstler mit Leidenschaft

Andreas Juergens ist ein renommierter Lichtkünstler mit über 35-jähriger Erfahrung in der Laser- und Lichtkunst. Gebürtig aus München, zog er 2016 mit seiner Familie nach Aidenbach in Niederbayern. 1989 gründete er "ACLS-Laser Artistic & Creative Laser Shows" und etablierte sich seitdem als anerkannter Experte in diesem Bereich. Seit 2016 widmet sich Juergens als freischaffender Künstler intensiv der Laserlichtkunst. Er kreiert faszinierende Shows, die Technik und Kunst meisterhaft vereinen. Seine Inszenierungen regen zum Nachdenken an und haben bei namhaften Veranstaltungen das Publikum begeistert. Juergens strebt kontinuierlich danach, künstlerische Grenzen zu erweitern und innovative Konzepte zu entwickeln. In seinen Werken reflektiert er aktuelle gesellschaftliche Themen wie Krieg, Nationalismus und Klimawandel. Seine Arbeit zeichnet sich durch künstlerische Kreativität und Liebe zum Detail aus. Mit seiner Lichtkunst setzt sich Juergens für Frieden ein und positioniert sich gegen Populismus, Nationalismus und gesellschaftliche Spaltung. Er nutzt sein künstlerisches Schaffen, um wichtige Botschaften zu vermitteln und zum Dialog anzuregen.
Sein erstes Werk ist das Lichtaquarium, eine Lichtskulptur, welche er im Jahr 2001 auf der Kunstausstellung "Lichtmarken" in der Pasinger Fabrik in München präsentierte. Diese Installation erregte viel Aufmerksamkeit und zeigte bereits zu dieser Zeit sein künstlerisches Talent mit Licht.
Im Jahr 2017 initiierte Juergens die Lichtkunstaktion "GLOWING SEAS - zwischen Ebbe und Flut!". Diese Aktion hat zum Ziel, das Publikum zum Nachdenken über den Klimawandel anzuregen und das Bewusstsein dafür zu schaffen was es für viele Menschen bedeuten würde, wenn der Meeresspiegel auch nur um einen Meter steigen würde.
Eine weitere bemerkenswerte Installation von Juergens ist das Lichtkunstprojekt "Brücke zu den Sternen" im Jahr 2018. Dabei wurde symbolisch eine Lichtbrücke geschaffen, die die Sterne mit der Erde verbinden sollte. Dieses Werk diente schon damals als Mahnung, dass Frieden nicht selbstverständlich ist. Und wir alle nur auf einer kleinen sehr verletzlichen Kugel als ein Volk „Die Menschheit!“ zumindest momentan alleine im kalten lebensfeindlichen Weltraum unterwegs sind. Begreiflich zu machen, das nur ein Miteinander das langfristige überleben des Einzelnen und der Menschheit möglich machen wird.
In Zusammenarbeit mit dem Pfarrverband Laim in München realisierte Juergens im Jahr 2018 und 2019 die Lichtkunst-Installationen "Eintauchen ins Licht" und "Begegnung unter dem Lichtkreuz". Diese Projekte verfolgten das Ziel, meditative und ökumenische Botschaften zu vermitteln und stand in der Adventszeit für Verbundenheit und Frieden.
Im Jahr 2020 schuf Juergens das Lichtkunstprojekt "Verbundenheit" in der Stadt Landshut. Diese Installation, bestehend aus leuchtenden Lichtbrücken, sollte in der kulturlosen Zeit der Corona-Pandemie Hoffnung und Verbundenheit repräsentieren. Jede der sieben Lichtbrücken verband die Burg Trausnitz, das traditionelle Schutzsymbol der Stadt, mit einem anderen Gedanken.
Im Jahr 2021 fand eine Neuauflage der Lichtbrücken über Landshut statt, bei der sieben fixe Lichtstrahlen von der Jugendherberge und dem Restaurant Piccolo Mondo auf dem Klausenberg über die Innenstadt gesendet wurden. Die Lichtstrahlen waren auf symbolisch ausgewählte Bauwerke gerichtet und standen unter dem Motto "Lichtbrücken - verbinden, nicht spalten". Damit wurde erneut ein Zeichen des Miteinanders in der herausfordernden Zeit der Corona-Pandemie gesetzt.
Im Jahr 2022 folgte die Lichtkunst-Installation "Leuchtende Brücken der Verbundenheit" in Vilshofen. In Kooperation mit der Stadt Vilshofen, der Katholischen Kirche und den Christlichen Kirchen wurden leuchtende Brücken aus Licht erschaffen, um die Verbundenheit mit den Menschen und Flüchtlingen der Ukraine zu symbolisieren und ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Zwei Licht-Brücken in den Farben Blau und Gelb verbanden dabei den alten Turm der Stadtmauer mit der Kirche. Die Kirche stand symbolisch für Frieden und Glauben, während der Turm der alten Stadtmauer das Symbol für Krieg und Gefahr darstellte. Ein zweiter Laser spannte einen gelb-blauen Bogen aus Licht auf die Brücke über die Donau und symbolisierte die Verbindung über Grenzen und Kulturen hinweg für Frieden und Einigkeit.
Auch in Aidenbach präsentiert Andreas Juergens seine Lichtkunstwerke. Im Rahmen der Veranstaltung "Kunst im Park" wurden die Installationen "Eintauchen ins Licht" (2022) und "Blühende Gedanken - Gedanken-Reflektion" (2023) gezeigt. Diese Werke verbinden Licht, Wasser und Natur und laden die Betrachter dazu ein, in das reflektierende Ambiente von Wasser und Licht einzutauchen um sich Zeit für eine Selbstreflexion zu nehmen.
Zusätzlich hat Juergens auf dem Winterzauber in Bad Füssing im Jahr 2023 das Projekt "Waldbad - Leuchtende Schatten" präsentieren. Bei dieser Installation wird ein Zelt aus Licht im Himmel über den Köpfen der Besucher gespannt. Das Licht durchflutet den Wald und es entstehen kontrastreiche Muster aus leuchtenden Schatten die durch die Bewegung der Äste mit eigenem Leben erfüllt werden.
Ein Höhepunkt seiner künstlerischen Laufbahn 2024 war das Projekt de-symphonic, eine Zusammenarbeit mit Werner Cee, die Klanginstallation, Lichtkunst und die Atmosphäre historischer Burgen zu einem einzigartigen Erlebnis verband. Gemeinsam interpretierten wir Beethovens 6. Sinfonie neu, indem Cee sie klanglich zerlegte und in einem Rundgang stets anders zusammensetzte. Meine Lichtkunst ergänzte diese Klänge und schuf mit der Umgebung der Burgen Kronberg und Eppstein faszinierende, multisensorische Eindrücke: ein mystischer Lichtwald im Eibenwäldchen, bewegte Himmelsmuster im Burghof und immer neue Perspektiven, die Raum, Licht und Klang miteinander verbanden.
Andreas Juergens wurde mit dem Publikumspreis 2024 der Fürther Glanzlichter als „Bester Künstler“ ausgezeichnet. Sein beeindruckendes Projekt „Gedankenstrom“, inspiriert von Immanuel Kants berühmtem Aufruf „Hab den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“, zog das Publikum mit einer tiefgründigen Symbiose aus Licht und Philosophie in seinen Bann. Die Installation nutzte Licht als Metapher für den Fluss von Gedanken, Meinungen und Ideen, deren Schönheit und Komplexität durch Spiegelungen und Bewegungen sichtbar gemacht wurden. Juergens’ Werk regt dazu an, Kants zentrale Werte wie Freiheit, Reflexion und Gemeinschaft in einer Zeit der Informationsüberflutung neu zu betrachten.
2025 folgte die Lichtkunst zum Stadtjubiläum „880 Jahre Eddersheim“. Mit sechs Installationen verwandelte Juergens den Main, die Uferpromenade und Teile des Stadtraums in ein stilles, meditatives Fest aus Licht, Nebel und Natur. Ohne Feuerwerk und laute Effekte setzte er ein Beispiel für nachhaltige Festgestaltung, bei der die Besucher:innen selbst Teil des Kunstwerks wurden.
Mit seiner langjährigen Erfahrung und seinem künstlerischen Talent hat Andreas Juergens einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der modernen Lichtkunst geleistet. Seine Werke sind geprägt von kreativem Denken, technischer Finesse und einem tiefen Verständnis für die Wirkung von Licht. Durch seine Installationen begeistert er das Publikum, schafft magische Momente, regt zum Nachdenken an – und hinterlässt Bilder, die lange im Gedächtnis bleiben.